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1. Juni 2026

Ohrwurm der Woche #23

Album-Review: „Echoes of Time“ – Meta and the Cornerstones liefern das Roots-Reggae-Highlight des Jahres

Der senegalesische Mastermind Meta Dia und seine international besetzte Band The Cornerstones sind zurück. Mit ihrem brandneuen, fünften Studioalbum „Echoes of Time“ (erschienen am 29. Mai 2026 über das Label Metarize Music Group) beweisen sie eindrucksvoll, warum sie zur absoluten Speerspitze des modernen Roots-Reggae gehören. Unser Ohrwurm der Woche ist die gleichnamige Single aus dem Album.

Wer die Band kennt, weiß um ihren unverkennbaren Sound: tief verwurzelter Roots Reggae, der mühelos mit Afro-Pop, Soul, Hip-Hop und Jazz verschmilzt. Doch auf diesem Album heben sie ihre Kunst auf ein völlig neues Level.

Analoge Wärme aus den Real World Studios

Schon beim ersten Hinhören fällt die außergewöhnliche Audioqualität auf. Aufgenommen wurde das Werk in den legendären Real World Studios in Großbritannien – dem Studio, das von Peter Gabriel gegründet wurde. Für den finalen, unverschämt warmen und organischen analogen Sound zeichnet kein Geringerer als der jamaikanische Star-Produzent Shane Brown verantwortlich. Das Ergebnis ist ein extrem runder, erdiger Klang, der den Hörer sofort einhüllt.

Philosophischer Tiefgang statt blinder Wut

Inhaltlich ist „Echoes of Time“ ein tiefgründiger, sozialkritischer Weckruf. Meta Dia verfällt jedoch nicht in blinden Protest, sondern wählt den Weg der spirituellen und bewussten Reflexion.

Besonders im epischen Titelsong „Echoes of Time“ hält uns die Band einen Spiegel vor. Meta singt gegen Kriege, den Verlust von Empathie und unsere kollektive, digitale Taubheit an. Ein zentrales Thema ist die Manipulation durch Algorithmen und die Sucht nach Likes – ein eindringlicher Aufruf, das Smartphone wegzulegen und wieder eine echte Verbindung zur Realität und zueinander aufzubauen.

Hochkarätige Features aus der weltweiten Reggae-Szene

Die Tracklist umfasst 16 Songs, die wie eine Serie von Momentaufnahmen wirken und den Hörer mit auf eine Reise durch Raum und Zeit nehmen. Dabei haben sich Meta and the Cornerstones fantastische Unterstützung ins Boot geholt:

  • „Woman“ mit Reggae-Ikone Alpha Blondy
  • „Just for the Soil“ mit Jamaikas Star-Vocalist Tarrus Riley
  • „Ayee“ mit dem ghanaischen Afrobeats-/Dancehall-Schwergewicht Stonebwoy
  • „We’re Gonna Make It“ mit dem Roots-Erneuerer Samory I

Vom kontemplativen, sanften Vibe in „Tropics“ über die wehmütige Heimweh-Hymne „Namanalla“ (Wolof für „Ich vermisse dich“) bis hin zu den kraftvollen Riddims von „Matrix“ oder „Revelation“ – jeder Track besitzt eine ganz eigene, starke Identität.

Fazit

„Echoes of Time“ ist weit mehr als nur eine Aneinanderreihung guter Reggae-Songs. Es ist ein zeitloses Gesamtkunstwerk, das zum Nachdenken anregt, ohne dem Hörer starre Antworten aufzuzwingen. Wer handgemachte Musik, organische Vibes und tiefgründige, mehrsprachige Texte (Englisch, Französisch, Wolof) liebt, kommt an diesem Album im Jahr 2026 nicht vorbei.

Hörtipp für den Einstieg:„Echoes of Time“, „Just for the Soil“ und „Tropics“.
Das Album ist ab sofort auf allen gängigen Streaming-Plattformen sowie im gut sortierten Vinyl- und CD-Handel erhältlich!

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